![]() |
| | English | | Deutsch| |
Die Fütterung wachsender Welpen beginnt mit ihrer Geburt und der Aufnahme der Kolostralmilch. Das Suchen und Finden der Zitzen erfolgen in der Regel selbstständig und noch während des Geburtsablaufs. Ein Abtrennen bereits geborener Welpen von der Mutter bis zur Beendigung der Geburt ist nicht richtig. Möglichst 3 Wochen sollten die Welpen möglichst vollständig mit Muttermilch ernährt werden.
Dann muß in Abhängigkeit von der Milchleistung der Hündin die Zu- und Beifütterung der Welpen einsetzen.
Bei früher Zufütterung (18.-21.Tag) beginnt man mit milchhaltigem Hafer- oder Reisschleim, in den Sahnequark und eine Vitamin-Mineralstoffmischung eingequirlt werden = Schleimphase.
Mit zunehmendem Alter (ab 25.Tag) wird die Milch teilweise durch Fleischbrühe ersetzt und das Zusatzfutter durch rohes, zu Brei gehacktes Fleisch, gekochtem und kleingewiegtem Fisch, gekochtes Hühnereigelb oder durch gesiebte Fertigfuttermittel, eiweissreicher, gehaltvoller und fester gestaltet. = Breiphase
Jetzt sollten mehr und mehr Futtermittel zum Einsatz kommen, die auch Bestandteil des Welpenfutters, bzw. der Nahrung für erwachsene Hunde sein werden. Bei später Zufütterung (ab 25.Tag) wird die Schleimphase übersprungen.
die Zahl der Zufütterungen hängt von der Milchleistung der Hündin ab. Langsam sind Menge und Häufigkeit zu erhöhen, bis zum Ende der 4.Lebenswoche: 4-5 mal täglich
Kurz vor dem Absetzen der Welpen (6-7 Lebenswoche) muß die Zufütterung den gesamten Energie-, Nährstoff-, Mineralstoff- und Vitaminbedarf der Welpen, der das Doppelte des Erhaltungsbedarf erwachsender Hunde beträgt, decken.
Die Fütterung abgesetzter Welpen muß einen verdoppelten Energie-, Nährstoff-, Mineralstoff- und Vitaminbedarf berücksichtigen.
Mit zunehmendem Alter nehmen der Eiweiß- und Fettbedarf ab und der Kohlenhydratbedarf zu, während der Mineralstoff und Vitaminbedarf unverändert hoch bleiben.
Zur Vermeidung ernährungsbedingter Knochenwachstumsstörungen ist auf die normgerechte Eiweiss-, Mineralstoff- und Vitaminversorgung zu achten. Die hier vorherrschenden Ernährungsfehler sind übermässige Fleisch- und Vitaminversorgung bei gleichzeitig mangelhafter Calciumversorgung.
m Alter von 7-9 Wochen sind die meisten Welpen vollständig abgesetzt.
Hunde wachsen am schnellsten in den ersten 6 Monaten.
große Hunderassen sind im Alter von ca 10-16 Monaten ausgewachsen, kleinere Rassen mit ca 6-12 Monaten.
Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Hunde ihr Geburtsgewicht bis zum 50 fachen vergrößert. Somit findet eine enorme Wachstums- und Entwicklungsphase in einem relativ kurzen Zeitraum statt.
Es gibt keine Beweise dafür, dass heranwachsende Hunde Nährstoffe brauchen, die nicht auch von erwachsenen Tieren benötigt werden. Ausserdem ist kein Beweis vorhanden, dass zwischen den verschiedenen Hunderassen während des Wachstums unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse bestehen.
Energie: Der Nährstoff- und Energiebedarf ist etwa doppelt so hoch, wie der eines ausgewachsenen Hundes mit derselben Körpergrösse. Nach dem 6. Lebensmonat sinkt dieser Bedarf parallel mit der sich verringernden Wachstumsrate des Tieres.
Proteinbedarf: dieser liegt höher als bei ausgewachsenen Tieren. Da die Jungtiere grössere Energie- und damit auch Futtermengen als ausgewachsene Tiere aufnehmen, ist die verzehrte Gesamtproteinmenge von Natur aus höher. Noch wichtiger ist jedoch, dass das Protein von hoher Qualität und hochverdaulich sein sollte. Der Proteinbedarf liegt bei ca 22%. Eine Faustregel besagt, dass der Proteingehalt beim Junghund im Trockenfutter nicht über 30% liegen sollte. Denn sonst wachsen die Hunde zu schnell (wichtig bei grosswüchsigen Rassen). Die meisten Trockenfuttersorten verwenden kein Frischfleisch als Proteinquelle. Oft ist die Verdaulichkeit des Proteins nicht sehr hochwertig. Deshalb bitte auf die Quelle achten, die als Protein verwendet wird!!
Kalzium und Phosphor: Entgegen der weitverbreiteten Meinung sollten Futtermittel mit einem sehr hohen Kalzium- und Phosphorgehalt nicht an heranwachsende Hunde gefüttert werden. Das Futter heranwachsender Hunde sollte bei ca 1,0% Kalzium und 0,8% Phosphor liegen. Durch die Fütterung übermässiger Kalziummengen kann während des Wachstums sogar die Entstehung bestimmter Skeletterkrankungen bei grosswüchsigen und Riesenhunderassen gefördert werden..
Futteränderungen nach Übernahme vom Züchter: sollte nur einschleichend erfolgen. Die meisten Züchter geben ein kleines Paket mit der gewohnten Nahrung zusammen mit dem Welpen ab. Nach 2-3 Tagen kann die neue Nahrung durch allmählich vermehrtes Untermischen eingeführt werden. Eine Überfütterung während des Wachstums kann zu Übergewicht führen, und zu einer beschleunigten Wachstumsrate.
Fettgehalt: sollte nicht über 14% im Trockenfutter liegen.
Resumee: Ich empfehle ein qualitativ hochwertiges Trockenfutter zu kaufen, das möglichst mit hochwertigen Proteinquellen hergestellt ist (Frischfleisch), das mit einem Eiweissgehalt unter 30% liegt und einen Fettgehalt unter 15% aufweist. Auf das Ca:P (1,0:0,8)Verhältnis ist dabei zu achten. Wobei die meisten Futtermittel dieses Verhältnis einhalten. Ein guter Rat: ermöglichen Sie es Ihrem Hund langsam zu wachsen, indem Sie darauf achten, was Sie füttern. Ich selbst füttere beim heranwachsenden Hund ein Futter (mit einer hochwertigen Proteinquelle unter 30% liegend) für den erwachsenen Hund, das die Werte einhält.
Ich empfehle entweder ein Trockenfutter oder selbst kochen. Da ich meine erwachsenen Hündinnen zweimal täglich (morgens und abends) füttere, koche ich eine Mahlzeit selbst und die andere erhalten sie ein Trockenfutter. Langfristig ist eine zweimalige Fütterung deshalb zu empfehlen, weil die Mengen pro Mahlzeit geringer sind und damit das Risiko zur Magendrehung meiner Meinung nach reduziert wird. Ich füttere jeden Tag zur gleichen Zeit. Die Mahlzeit abends ist etwas grösser, da die Hunde danach länger ruhen als morgens nach der Mahlzeit. Empfohlene Ruhephase mindestens 2 Stunden, besser so ca 4-5 Stunden. Ich selbst füttere zur Zeit Bozita, Robur und bin damit aufgrund des Aussehens meiner Hunde sehr zufrieden.
Anleitung zum Selberkochen:
Basis: Fleisch u./od., Ei u./od., Quark u./od., Seefisch (als Eiweissquelle) jeweils gekocht, u.od. Hüttenkäse oder andere Milchprodukte in Kombination mit.
Haferflocken, u./od.Reis (ungeschält), u./od. Kartoffelstärke, u./od. Kartoffeln u./od. Nudeln (Kohlenhydrate)
Luzernegrünmehl, Möhren, Weizenkleie (Rohfaser)
Sonnenblumen-, od. Distelöl + ein kleiner Löffel Schweineschmalz (Schweineschmalz nur, wenn es der Hund verträgt)
Ein Tip: Besorgen Sie sich beim Tierarzt: Biotin & Omega-Fettsäuren. Es ist esentiell wichtig und gibt dem Fell Glanz.
Sie können auch gut Bierhefe zufüttern, sie enthält wertvolle B-Vitamine und Proteine.
Mineralstoffe + Vitamine: durch ein Ergänzungsfutter vom Zoohandel od. Tierarzt
|
|
erwachsener Hund
|
Zuchthündin
|
|
Eiweissreiche Futtermittel
z.B. Fleisch, Schlachtabfälle |
35-45%
|
45-55%
|
|
Getreideprodukte
z.B. Haferflocken, Nudeln |
45-55%
|
35-55%
|
|
Rohfasern
z.B. Weizenkleie |
5%
|
5%
|
|
Pflanzenöl
Schweineschmalz |
5%
|
5%
|
|
Vitaminisiertes Mineralfutter mit 20% Kalzium
|
0.5 g/kg KM
|
2.5g/kg KM
|
Die Futtermenge soll an den Ernährungszustand des Hundes angepasst sein. Oft ist eine Reduktion um 20-30% erforderlich.
Die Eiweissmenge sollte so gross sein, wie die für den normal aktiven Hund. Die Proteinqualität sollte möglichst hoch sein. (z.B. Eier, Fleisch, Milchprodukte)
Die Rationen müssen ausreichend Ballaststoffe enthalten, zur Anregung der Darmtätigkeit.
Kalziumversorgung wie beim normal aktiven Hund.
Die Salzaufnahme sollte nicht so hoch sein (Herz-, Kreislauf-, Nierenbelastung)
Bei der Spurenelementversorgung ist insbesondere auf Zink (anheben bis auf 2mg/kg/Tag), Selen und Jod zu achten.
Die Vitaminversorgung kann aufgrund der geringeren Absorption bis auf das Doppelte des normal aktiven Hundes (Erhaltungsbedarf) angehoben werden. Günstig sind erhöhte Biotingaben.
Die tägliche Futtermenge gibt man am besten in 2-3 Futterrationen. Ein Übergiessen mit warmem Wasser erleichtert die Futteraufnahme und verbessert die Akzeptanz.
nicht zu häufig Mischfuttermittel wechseln, da dies Verfettung begünstigen kann und die Verdauung beim älteren Hund belastet. Allerdings reagiert der Hund auf neue Geschmacksreize mit kurzfristig erhöhter Futteraufnahme (Appetitmangel)
bei Fertigmischfutterverfütterung (Trockenfutter): Produkt mit hohem Rohfaseranteil und niedrigem Fettgehalt bevorzugen, wegen Übergewichts.
Durch Zumischung von 10g Zellulose zu 100g eines üblichen zusammengesetzten Alleinfutters läßt sich der Gehalt an Rohfaser von 1,5% der Trockensubstanz auf rund 5% steigern. (bewirkt größeres Futtervolumen, bzw. geringere Verdaulichkeit), und dies ist ebenfalls bei Übergewicht wichtig. Das gilt besonders für Menschen, die Dosen verfüttern, aber für alle anderen und/oder einen übergewichtigen, älteren Hund haben. Aber generell kann man bei jedem Hund durch Erhöhung der Rohfaser, auf Kosten der Verdaulichkeit, das Übergewicht reduzieren, ohne die Futtermenge zu sehr zu schmälern.
Oft haben ältere Hunde Organprobleme: Herz, Niere, Leber, Stoffwechsel. Wenn sich Krankheiten manifestiert haben, sind spezielle Diäten zusätzlich zu einer unbedingt zuvor tierärztlichen Behandlung angezeigt.
Zahnverluste, Zahnfleischerkrankungen --> verhindern Futteraufnahme
Geschmacksempfinden erniedrigt
Produktion der Magensäure ernierigt
Hypomotilität (Verstopfung, Flatulenz) --> Rohfaserreiche Futtermittel
Veränderung der Mikroflora
Wichtig: Futterverwertung nicht eingeschränkt
Geringe Toleranz gegen : hohe Proteingaben (Niere, Leber, Magen-Darmtrakt), Phosphor (Niere--> Kristalle), Natrium (Herz)
verminderte Speicherung von Vitaminen (ausser Vit. A)
Bohnen, Erbsen reduzieren wegen Fermentationsprozessen im Dickdarm.
|
Das Trockenfutter für den älteren Hund sollte folgende Kriterien erfüllen:
|
|
|
Rohproteingehalt
|
18-22% (bei guter Eiweissqualität)
|
|
Kalzium
|
0,6-1%
|
|
Phosphor
|
0,4-0,8%
|
|
Zink
|
100-200mg/kg Trockenfutter
|
|
Kalium
|
02-0,5%
|
|
Natrium
|
02-0,5%
|
|
Selen
|
15-25 mg/100g
|
|
Jod
|
80-150mg/100g
|
|
Vitamin A
|
1100-2000IE
|
|
Vitamin D
|
110-200 IE
|
|
Vitamin B1
|
0,2-0,4 mg/100g
|
|
Rohfaser
|
5-15%
|
|
Fettgehalt
|
bei Übergewicht < 5%
|
|
Vitamin E
|
100-200mg/kg Trockenfutter
|
Basis: Fleisch, u./od. Ei, u./od. Quark, u./od. Hüttenkäse, od. andere Milchprodukte u./od. Seefisch (als Eiweissquelle) in Kombination mit
Haferflocken, u./od. Reis (ungeschält), u./od. Kartoffelstärke, u./od. Kartoffeln (Kohlenhydrate)
Luzernegrünmehl, u./od. Möhren, u./od. Weizenkleie (Rohfaser)
Sonnenblumen-, od. Distelöl + ein kleiner Löffel Schweineschmalz (Schweineschmalz nur, wenn es der Hund verträgt)
Ein Tip: Besorgen Sie sich beim Tierarzt: Biotin & Omega-Fettsäuren. Es ist esentiell wichtig und gibt dem Fell Glanz.
Mineralstoffe + Vitamine: durch ein Ergänzungsfutter vom Zoohandel od. Tierarzt